Hintergrund:

Das Führungskräfte-Feedback ergänzt die traditionelle Top down-Beurteilung von Vorgesetzten durch deren übergeordnete Vorgesetzte in Unternehmen und Verwaltungen durch die Beurteilung anderer Personen. In Betracht kommen: zugeordnete MitarbeiterInnen (Bottom up-Beurteilung), Gleichgestellte bzw. Kollegen (laterale Beurteilung) und ggfs. externe Kunden, mit denen Führungskräfte z.B. im Vertrieb mehr oder weniger eng zusammenarbeiten. Erklärtes Ziel der 360 Grad-Vorgesetztenbeurteilung ist es, der beurteilten Person eine objektivierte Fremdeinschätzung aus verschiedenen Perspektiven zu verschaffen, mit der sie ihre Selbsteinschätzung vergleichen und eigene Stärken und Schwächen besser erkennen kann.

Fragebogendesign:

Fragebogen "360 Grad-Vorgesetztenbeurteilung" / Führungskräfte-Feedback

Jede Beurteilergruppe erhält einen gesonderten Fragebogen für die Fremdbeurteilung mit 19 Themenblöcken bzw. Kriterien wie z.B. Entscheidungsfreude und insg. 100 Einzelfragen (Items), die sich auf eine bestimmte Führungskraft beziehen. Zeitgleich erhält die zu beurteilende Person einen spiegelbildlich aufgebauten Fragebogen zur Selbsteinschätzung.

Bei der Fremdbeurteilung wird nach zentralen Persönlichkeitsmerkmalen und Führungseigenschaften wie z.B. Entscheidungsfreude, Delegationsfähigkeit, Mitarbeiterförderung etc. gefragt, nach deren Wichtigkeit für die Führungsfunktion und nach der Einschätzung, wie stark diese Merkmale bei der zu beurteilenden Führungskraft ausgeprägt sind.

Skalierung:

  • 5er Skalen für Wichtigkeit (1=nicht wichtig; 5=sehr wichtig) und für Ausprägung (1=kaum ausgeprägt; 5=sehr deutlich ausgeprägt);
  • Spezielle 100-Punkte-Skala für Messung der „Alles in allem“ – Gesamtzufriedenheit mit den Fähigkeiten der zu beurteilenden Führungskraft (0=völlig unzufrieden; 100=völlig zufrieden).

Anwendung:

In Unternehmen unterschiedlicher Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgröße.

 

Mehr Informationen zur 360°-Vorgesetztenbeurteilung finden Sie in der ISPA-Bibliothek